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Peißnitzhaus e.V.
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Verein zur Restaurierung und
dauerhaften Nutzung des Peißnitzhauses
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Geschichte

Alles über die wechselvolle Geschichte des Hauses. U.a. ein Artikel über die gesamte Geschichte von 1892 bis Heute. Dazu eine Video mit einer Führung von 2007 durch das Haus.

Eine Fernsehbeitrag des mdr von 2014 über die Hausgeschichte:

 



Eine architektonische Beschreibung des Peißnitzhauses PDF Drucken

Der Grundriss des früheren Gesellschaftshauses ist unregelmäßig und gliedert sich in drei Gebäudeflügel, von denen der sich in Ost-West-Richtung ausgedehnte Saalflügel dominiert. Rechtwinklig schließen sich die Nord- und Südflügel an. Alle drei Gebäudeflügel sind mit einem Satteldach versehen. Die Mitte des Hauses bedeckt ein Zeltdach. Südlich davon erhebt sich ein quadratischer Turm mit Aussichtsplattform, der seit einem Umbau im Jahre 1934 nur noch schwer zugänglich ist

Bemerkenswert sind zwei repräsentative Gasträume im Erdgeschoß mit aufwendigen Stuckdecken und floralen dekorativen Wandbemalungen, die teilweise noch erhalten sind. Stuckverzierungen in einfacherer Ausführung befinden sich auch im oberen großen Saal. Die Saaldecke ist eine aufwändige, fast intakte bemerkenswerte Holzkonstruktion die im Mittelpunkt einen großen elektrischen Kronleuchter hatte.

Das Peißnitzhaus besitzt ein ebenerdiges Keller- bzw. Sockelgeschoss. Darüber zwei Vollgeschosse sowie ein Dachgeschoss. Das aus Porphyr gemauerte Gewölbe des Sockelgeschosses wurde an der Ostseite, wegen der ständig drohenden Hochwassergefahr offen gelassen. Bei Überflutung konnte so das eingedrungene Wasser schnell wieder abfließen. Eine große Freitreppe an der Südseite führte in das Erdgeschoss. Das Peißnitzhaus ist im Süden von einer unteren, sowie einer höheren an den Saal stoßenden Terrasse mit gedeckter Veranda umgeben. Auch im Norden befindet sich eine an den Saal stoßende Terrasse die ebenfalls gedeckt ist. Sämtliche Terrassen sind im Unterbau massiv aus Porphysteinen und geschliffenen roten Sandstein errichtet.. Die Brüstungen bestehen ebenfalls aus geschliffenem roten Sandstein und bestehen aus Pfeilern und Zwischenstücken mit durchbrochenen Öffnungen

Im gesamten Gebäude vom Gewölbe- bis zum Dachgeschoß gibt es zahlreiche Räumlichkeiten, die nur darauf warten wieder genutzt zu werden. Damit endlich wieder Leben ins Schlösschen einzieht.

 
Die Messehallen auf der Peißnitz PDF Drucken

LHASA MER M 501 3. Abl. Nr. 6940  P 3

Die Messehallen wurden als Veranstaltungsort für die 10. Arbeiterfestspiele vom 14.-16. Juni 1968 gebaut. Es handelte sich dabei um zwei zusammenhängende Stahlleichtbauhallen vom Typ Hettstedt, die Wände aus Platten aus dem Plattenwerk Trotha und die Fenster mit kittloser Verglasung. Die Hallen verband ein Zwischenanbau, in dem sich Foyer, Toiletten und weitere Funktionsräume befanden. Der Zugang erfolgte an den Giebelseiten. Da das Gebiet als überschwemmungsgefährdet galt, wurde die Grundfläche um 60-80 cm aufgefüllt. Als Maßstab diente dabei das Hochwasser von 1947 mit 75,8 m über NN1.

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Die Märzkämpfe 1920 auf der Peißnitz PDF Drucken

maerz zeitfreiwilligeAm Sonnabend dem 13. März 1920 putschte der ehemalige Generallandschaftsdirektor Wolfgang Kapp zusammen mit dem General Walther von Lüttwitz gegen die Regierung Bauer in Berlin. Die Ereignisse griffen auch auf Halle über. Es kam zum Generalstreik. Auch der Rücktritt Kapps am 17. März konnte die Situation nicht beruhigen. Streikende Arbeiter standen den Militärs der halleschen Garnison gegenüber.

Am 19. März, als die Kämpfe auf der Peißnitz begannen1, lagen die Arbeiterwehren, unterstützt aus Mansfeld und dem Geiseltal, vor allem im Westen und Süden der Stadt. Das Gut Gimritz im Süden der Insel befand sich in den Händen der Militärs, wurde von der 8. Kompanie des Landjägerkorps und einer Zeitfreiwilligenabteilung gehalten2.

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Die Planung des Peißnitzhauses um 1890 PDF Drucken
Bauplan_1802_Schnitt_-_Stadtarchiv_HalleAls die Besucher im „Jagdhof“, dem Vorgängerbau auf der Peißnitz immer zahlreicher wurden, beschloß der Magistrat im Jahre 1889 den Bau eines geräumigeren Neubaus1. Damit das neue Restaurationsgebäude modernen Standards entsprach, sollte vorerst eine Delegation um den Stadtbaurat Lohausen auf einer Reise von Köln bis Kassel Anregungen einholen. Ein Vorbild für das neue Peißnitzhaus fand man dabei in dem Parkrestaurant des Magdeburger Herrenkruges, welches erst zwei Jahre zuvor errichtet worden war2.
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Die Brücken zur Peißnitz PDF Drucken

_Peissnitz-Brcke_-_1899_Erffnung_Eine kurze Geschichte

Das erste und lange Zeit einzige Gebäude auf der Peißnitz ist das Gut Gimritz gewesen. So war auch die zugehörige Gutsbrücke lange Zeit die einzige Verbindung zum Festland. Sie war aus Holz errichtet und wurde 1897 durch eine neue aus Stein ersetzt1.

Erst mit der Einrichtung eines Lokals an der Stelle des Peißnitzhauses entstand die Notwendigkeit einer Verbindung weiter im Norden. Ab 1890 fuhr eine Pendelfähre, die bis zu 120 Personen gleichzeitig aufnehmen konnte. Jedoch war diese bereits ab 1893 an schönen Tagen maßlos überlastet2, weswegen der Plan einer Brücke an gleicher Stelle etwas nördlicher entstand. Nicht nur der steigenden Besucherzahl wegen war die Pächterfamilie darüber sehr erfreut, mußte doch beispielsweise die Frau des Pächters wegen einer Operation im März 1899 mit einem Krankenkorb ins Diakonissenkrankenhaus transportiert werden3. Am 29.11.1899 wurde die Peißnitzbrücke übergeben (siehe Foto).

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Peißnitz-Schule Januar 1946 - Februar 1947 PDF Drucken

Ein Zeitzeugenbricht einer ehemaligen Schülerin

ruth_nube_1947Ende des Jahres 1945 hörte mein Vater im Rundfunk, daß in Sachsen-Anhalt auf der Peißnitzinsel in Halle eine Internatsschule für Kinder von Opfern des Faschismus, (also meist selbst Verfolgten), gegründet werden sollte. Diese Idee stammte von Kommunisten, die im KZ Buchenwald ihren Leidensgenossen versprochen hatten, nach dem Krieg für ihre verwaisten Kinder zu sorgen. Mein Vater erkundigte sich, ob seine Tochter aus Berlin auch in dieses Internat aufgenommen werden konnte.

So stieß ich im Januar 1946 in Halle auf der Peißnitzinsel zu einer Gruppe von Kindern und Jugendlichen, die aus etwa 45 Personen bestand. Die Jüngsten, zu denen ich zählte, waren knapp 14, die Ältesten, die unter den Nazis zum Teil schon Zwangsarbeit geleistet hatten 16 bis 18 Jahre alt. Viele von ihnen hatten Eltern gehabt, die aus politischen Gründen verfolgt worden waren, bei anderen wieder waren es sog. „rassische“ Gründe, d.h. es handelte sich in der Regel um Kinder, die von den Nazis mit dem hundetauglichen Begriff „Mischlinge“ versehen worden waren. Alle in dieser Gruppe aber hatten Vater oder Mutter verloren, und manche waren sogar Vollwaisen.
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Geschichte des Hochwassers auf der Peißnitz in Halle PDF Drucken
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Die offenen Gewölbe im Jahr 1916; Foto: Stadtarchiv

Ein Haus auf Stelzen

Das Peißnitzhaus - ein Wasserschloss? Kein Problem. Der hallesche Architekt Anton Kreke ging 1890 davon aus, dass alle zwei Jahre die Saale das Haus erreicht. Aus diesem Grund entwarf und baute er das Inselschloss auf Gewölbestützen zu ebener Erde auf. Dadurch haben in der Vergangenheit die Hochwasser dem Haus kaum geschadet. Dennoch können die Nutzer der letzten Jahrzehnte einige Geschichten erzählen.
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Zur Geschichte des Hauses PDF Drucken
Ein kurzer geschichtlicher Abriß in Tabellenform. Vom Jahr 1821 bis Jahr 2005.
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Video vom Tag des offenen Denkmals 2007 PDF Drucken

Das Video zeigt Auschnitte der Führung durch das Haus.

 

 
Ausführliche Geschichte PDF Drucken
Eine ausführliche Geschichte des Peißnitzhauses in Textform.
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Kinderalltag im Peißnitzhaus PDF Drucken

Waldschule - Jungvolkheim - Pionierhaus

Ein Haus und drei völlig unterschiedliche Auffassungen von Bildung.
In drei unterschiedlichen Epochen wurde dieses Haus durch junge Menschen bevölkert. Schüler des Trotha Gymnasiums haben Dokumente gesammelt, Archive durchstöbert und Zeitzeugen befragt. Auf 68 Seiten haben Sie ihre Erkenntnisse zusammengetragen. Hier können Sie diese online lesen:

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Das Peißnitzhaus als Waldschule 1923-1933 PDF Drucken
1926_historisch_waldschule_essensausgabe_1024Im ehemaligen Gesellschaftshaus auf der Peißnitzinsel richtete die Stadtverwaltung Halle zu Ostern 1923 eine Waldschule ein. Eingeschult wurden kränkelnde Kinder, die dringend eine gesundheitliche Betreuung benötigten. Die Auswahl der Kinder oblag den Schulärzten und entsprechenden Fürsorgerinnen der Stadt. Ausgeschlossen waren Kinder, die in einer Heilstätte behandelt werden mussten. Während ihres Aufenthaltes wurden die Kinder einmal im Vierteljahr vom Schularzt gründlich untersucht.
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